Der Kristallwald

11.11.888

Als wir uns vor dem Portal zum schlafen legen, hat jeder von uns einen sonderbaren Traum, welcher die Ängste und Hoffnungen des jeweiligen Träumers thematisiert:

  • Kira träumt von Reichtum und Schätze, doch am Ende verpufft alles was sie bekommen hat.
  • C122 träumt ebenfalls von einer Person für deren Tod er scheinbar verantwortlich ist und wird gefragt wieso er ihr nicht geholfen habe. Auf die Frage, ob er Verantwortung dafür übernehmen wolle verneint er und darauf hin endet der Traum.
  • Klick 4 Traum handelt von der Frage was er zurück gegeben habe. Es sind Fragmente aus vielen vergangenen Leben, die ihn heimsuchen.
  • Lyara sieht sich im Traum als jemand anderes. Mal als Ritter ohne Rüstung, mal als Magier ohne Zauber oder als Priester ohne Glauben. Am Ende sieht sie sich als Ritter in Rüstung, als ein Magier mit mächtigen Zaubern und als Priester, der alle heilt.
  • Arombolosch träumt von Erika und wie er es nicht schafft sie vor dem Tod zu beschützen

Schlussendlich erwachen wir in einem seltsamen Wald, der aus Bäumen mit Blättern aus Kristallen besteht. Erst scheint alles ganz normal zu sein, doch sofort bemerken wir, dass statt C122 ein Mensch mit langem, wallendem Haar vor uns steht. Offenbar wurde er beim Übertreten verwandelt. Auch Klick 4 ist anders. Er hat den Körper eines der Irrlichter bekommen. Leider zieht für C122 die Verwandlung einen großen Nachteil nach sich: Er verspürt auf einmal menschliche Bedürfnisse wie Hunger, Durst und den Drang sich zu erleichtern. Dies tut er auch augenblicklich und zu unserem Erstaunen kommt die Jadestatuette aus seinem Darm heraus und fällt zu Boden.

Der Ort hier ist ziemlich befremdlich. Überall spiegeln wir uns in den Blättern der Bäume und Sträucher, die, wie schon erwähnt, aus fein geschliffenen Kristallen bestehen. Wenn wir uns in eine bestimmte Richtung bewegen, so geschieht etwas seltsames: Die Spiegelbilder drehen sich um und entfernen sich von uns, anstatt dass sie uns entgegen kommen, wie es zu erwarten wäre. Dieser Umstand sorgt dafür, dass wir die Orientierung verlieren. Nach einer Weile des Experimentierens verlieren wir Lyara aus den Augen. Schnell kommen wir dahinter, dass wir uns rückwärts bewegen müssen, um aus den Wald zu kommen. Als wir das tun, verhalten sich unsere Spiegelbilder normal und bewegen sich so wie es erwartet wird und plötzlich finden wir uns auf einer Wiese wieder.

Die Landschaft besteht aus weite, saftige Wiesen, die hügelig sind und sanft ansteigen. In der Ferne können wir Berge sehen. Da wir keine Ahnung haben wo wir sind oder wohin wir müssen, marschieren wir erst einmal in Richtung der Berge. Um die Reise zu erleichtern, beschwört Lyara einen magischen Besen und erlaubt es mir mit ihr zu fliegen.

Nach einer Weile erreichen wir eine von einer großen Mauer umgebenen Stadt, die eine fremdartige Architektur aufweist. Die Formen sind geschwungen, verspielt und gleicht sich wunderbar in die Umgebung an. Fast so als wären die Gebäude gewachsen statt erbaut worden. Über dem Stadttor prangt stolz das Wappen der Sommerkönigin und da es nicht bewacht ist, schreiten wir einfach durch. Schnell stellen wir mit Erstaunen fest, dass in der Stadt ausschließlich Elfen zu leben scheinen, die in ihrer fremdartigen Sprache miteinander kommunizieren.

In einiger Entfernung sehen wir, dass sich eine Ansammlung von Elfen gebildet hat, die lautstark mit den Wachen diskutieren, die auf einer zweiten Ebene, etwa 2 Meter über den Boden, patrouillieren. Die Stadt ist in mehreren Ebenen aufgeteilt und es scheint so, dass viele Straßen und Gassen sich spiralförmig nach oben winden. Wir verstehen leider nicht worum es bei dem Protest der Elfen geht, doch die Gemüter scheinen sehr erhitzt zu sein. Da wir niemanden verstehen können und wir bis jetzt auch nicht wirklich beachtet worden sind, entfernt sich Lyara von dem Mob und betritt einen nahe gelegenen Laden. Dort versucht sie mit Hilfe von Gestik und Magie mit dem Händler zu kommunizieren, doch leider bleiben alle Versuche erfolglos.

Also beschließen wir weiter zum Palast zu gehen, in der Hoffnung, dass wir dort jemanden finden, der uns versteht. Der weg dorthin führt uns allerdings an den protestierenden Elfen vorbei, wo die Lage sich bereits zugespitzt hat und zu eskalieren droht. Plötzlich fliegt ein Brandsatz von unten auf die Wachen und darauf hin wirft eine der Wachen einen Speer auf die Menge. Dieser trifft aber niemanden. Damit die Lage nicht endgültig aus den Fugen gerät, nehme ich mein Gewehr in die Hand und gebe einen Warnschuss in die Luft ab. Leider hat dies aber nicht den gewünschten Effekt, denn sofort macht sich Panik unter den Wachen breit und ein magiebegabter Elf tritt aus ihren Reihen hervor und deutet mit dem Finger auf mich. Sofort fängt meine Rüstung und alles was aus Eisen ist zu rosten und zu zerbersten. Alsbald stehe ich in Unterhosen da. Die Menge nutzt diese Gelegenheit aus und stürmt auf die Wachen. Wir geraten zwischen den Fronten und versuchen uns erst herauszuhalten, in dem wir aus dem Weg springen.

Leider wurde es uns nicht vergönnt neutral zu bleiben und so stellen wir uns auf die Seite der Bürger und attackieren die bewaffneten Wachen. Kira wirft mir eine Waffe zu und wir greifen an. Lyara gibt uns Luftunterstützung mit Hilfe ihres fliegenden Besens, während wir von am Boden kämpfen. Es ist ein zäher und vor allem unübersichtlicher Kampf. Zum Glück haben die Wachen alle Rüstungen an, so dass ich viel leichter ausmachen kann, wem ich mein Schwert in den Wanst rammen muss. Am Ende sind wir siegreich und können die Wachen in die Flucht schlagen.

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