Exorzismus in Kreuzingen – Teil 2

11.10.888

Der Schleim und seine Sänger sind besiegt, leider finden wir keine Reichtümer in den Überresten. Wir beschließen wieder nach oben zu gehen und werden dort von der Stadtwache überrascht, wohl von der Explosion aufgeschreckt. Wir versuchen die Stadtwache zu beschwichtigen, aber der Anführer mit Namen Martin lässt sich nicht umstimmen. Er lässt uns in eine Sammelzelle sperren, wo wir die Nacht verbringen.

Mitten in der Nacht kommt Martin allerdings zurück und fragt uns warum wir die Fleischsäcke im Badehaus bzw. Duvias Tempel getötet haben. Wahrheitsgemäß beantworten wir die Frage mit dem Kult und dem Schleim im Keller, der wohl für die ganze Stadt eine Gefahr gewesen wäre.

12.10.888

Am nächsten Morgen wachen wir in der Zelle einigermaßen erholt auf. Eine junge Frau der Stadtwache schließt unsere Zelle mit den Worten „Wir glauben Euch…“ auf und lässt uns gehen. Ziemlich seltsam wie einfach wir aus dieser Sache herausgekommen sind. Die Stimme der Stadtwache kommt Kyra bekannt vor und sie fragt nach dem Namen. „Katrin, bin aus Kreuzingen“ kommt als Antwort und schon ist die junge Frau wieder gegangen. Wir holen unsere Ausrüstung aus der Asservatenkammer bemerken allerdings, dass die verfluchten Samen fehlen. Unerhört! Dieser Samenraub von Kreuzingen. Wir erkundigen uns an der Eingangspforte wer die Sachen gestern eingelagert hat und ob Katrin und Martin wirklich bei der Stadtwache sind. Rudolf hat gestern die Sachen eingelagert und Martin und Katrin sind auch bei der Stadtwache gut bekannt. Allerdings hatte Katrin heute Morgen gar keinen Dienst. Seltsam, ob das heute Morgen wirklich Katrin war?

Da wir nichts weiter in der Sache erreichen können, gehen wir zurück zu Marraschs Haus, auf dem Weg dahin kaufen wir jedoch noch einige Sachen ein.

Angekommen bei Marraschs Haus öffnet die ältere Bedienstete Margret und teilt uns mit, dass Marrasch und die Kinder weg sind. Nur der Kutscher Johann weiß wo sie hin sind. Angeblich wollten sie zu einem verlassenen Tempel außerhalb der Stadt fahren. Damit wir nicht unvorbereitet dort eintreffen, beschließen wir uns zunächst im Arbeitszimmer von Marrasch umzugucken. Wir finden eine alte Papierrolle in der die Rede von den 3 Hügel und Alara die Rede ist. Johann kann sich gut an den verlassenen Tempel erinnern und beschreibt uns den Weg dahin. Johann erklärt sich bereit uns mit dem Karren dahin zu bringen.

Bei den 3 Hügeln angekommen, finden wir auch den Esel und den Karren von Marrasch, er muss in der Nähe sein. Schleifspuren lassen erahnen wohin Marrasch mit den Kindern gegangen ist. Wir folgen der Spur und finden in den Ruinen eine Art altes Kirchschiff, wo wir hinter dem Altar eine Treppe nach unten finden. Neben der Treppe ist ein Bildnis von Alara mit der Unterschrift:

15.10.222

15.10.444

15.10.888

Der Kellerraum scheint eine Art Vorratskeller zu sein, jedoch stark verfallen. Auf der einen Seite sind sechs konzentrische Ringe, ähnlich zu dem Bild von Alara zu sehen. Wir erkennen, dass die Ringe verschiebbar sind und ändern sie so, dass das Bild identisch zu dem Bild im Kirchschiff aussieht. Wir hören ein klicken und eine Geheimtür öffnet sich. Wir schleichen uns den sich auftuenden Gang entlang, hinter uns schließt sich automatisch die Geheimtür. Wir kommen in einen Raum mit 11 kleinen Urnen, welche eine ziemliche Ähnlichkeit mit Urnen aufweisen. Klick-4 durchsucht die Tontöpfe und findet einen kleinen Ring, der die Flamme der Fackel ganz besonders bricht. Auch der Zauber Magie spüren zeigt uns, dass unser Bauchgefühl richtig ist, der Ring hat magische Eigenschaften, bloß welche? In einer anderen Urne finden wir außerdem eine Pergamentrolle mit einem Gedicht aus 17 Versen.

Hinter dem Raum mit den Tontöpfen gehen geht es rechts in einen Raum in dem wir Licht sehen. Klick-4 stolpert und macht Uhrwerkstypisch einen riesigen Lärm. Plötzlich steht Marrasch vor uns, wir haben ihn gefunden! Den Kindern geht es, bis auf die Besessenheit, gut.

Marrasch erzählt uns von Alara und dass sie sich geopfert hat, damit die Menschen- und die Dämonenwelt getrennt bleiben. Er hat die Vermutung, dass er hier die Besessenheit der Kinder kurieren kann. Unsere Vermutung, dass er böses im Schilde führt hat sich damit vorerst nicht bestätigt. Wir erzählen ihm von dem Gedicht auf dem Pergament. Marrasch sagt, wenn die Sterne passend stehen, wäre der erwähnt Exorzismus ungefährlich.

Der Raum aus dem Marrasch uns entgegen kam ist ein hellerleuchteter, halbrunder Raum. In der Mitte gibt es ein Becken im Boden und Fresken an den Wänden. Es gibt außerdem eine Apokryphe von Alara, eine brennende Frau in einem Riss. Darunter ein Text in hocharchaisch, wie wir entschlüsseln handelt es sich um den Text des Gedichtes mit 17 Versen den wir zuvor gefunden haben, allerdings mit 13 weiteren Zeilen. Hier ist die Rede davon, dass sich jemand opfern muss…

Wir beginnen eine Diskussion um den Opferteil und Kyra fragt Marrasch, ob er sich opfern würde für die Kinder, er bejaht dies. Allerdings weiß Marrasch auch nicht genau wie der Exorzismus durchzuführen ist. Er ist sich aber sicher, dass er es hinbekommt, da schon viel Erfahrung hat.

In der Zwischenzeit in der der Rest der Gruppe diskutiert, hat sich Arombolosch den magischen Ring etwas genauer angesehen. Nach guter Zwergenmanier setzt er den Ring kurzerhand auf und hält seine Hand über eine Flamme. Er merkt zwar das Feuer, die Hitze und den Schmerz, aber nur gedämpft. Anscheinend reduziert der Ring den Schaden den Feuer anrichtet [von GM: Ring +1 auf Würfe gegen Bezauberung und geistige Kontrolle, als Reaktion auf Verderbnis und Wahnsinn Würfel 1W6 um den Schaden zu verhindern, bei Misserfolg 1W6 Feuerschaden]

Da überall unter den Bildern von Alara das Datum 15.10. steht beschließen wir in der Höhle bis zum 15.10. zu rasten und versuchen uns auf den bevorstehenden Exorzismus vorzubereiten.