Das Schicksal der Welt

Erlebnisse von Kira, dem Wechselbalg – Tag 1 nach Entscheidung um das Schicksal der Welt

Noch bevor ich die Augen öffnete, spürte ich deutlich wie es deutlich wärmer um mich herum wurde. Vorsichtig öffnete ich die Augen und fand mich in dem alten Kellergewölbe wieder in dem unsere Reise in den Riss begann. Auch der Rest der Truppe – Arombolosch, Lyara, C122 und Klick4 – und das besessene Kind sind wieder aus dem Riss zurückgekehrt. Niemand wollte sich dem glorreichen Plan das Kind zu opfern anschließen…ich meine welche Chancen hat es schon den Dämon zu überleben, wo Marrasch nun auch nicht mehr unter uns weilt. Uns wurde ein Unheil prophezeit, da wir kein Opfer erbracht haben, aber bisher scheint alles in bester Ordnung zu sein.

Da wir sichtlich ausgezehrt von unserem Kampf gegen die Dämonen waren, entschieden wir uns die zunächst im Keller zu rasten und unsere Wunden zu versorgen. Während wir noch etwas beisammen saßen erwähnte Klick 4, dass er das Exorzismusbuch von Marrasch an sich genommen hat. Und wie es der Zufall will hat unser Übersetzungsuhrwerk auch die richtige Sprache einprogrammiert, sodass er alle für einen Exorzismus notwendigen Materialien, darunter das Kreuz der heiligen Astrid, identifizieren konnte. Nach einer kurzen Diskussion stellten wir fest, dass wir Dank Marrasch bereits alle Utensilien für den Exorzismus zusammenhaben. Nach Abwägen der Gefahren entschieden wir uns dennoch dazu den Exorzismus an Erna nach der Rast durchzuführen.

Nach unserer wohlverdienten Pause arrangierte Klick4 alles für den Exorzismus. Unser gesichtsloses Uhrwerk sprach die alten Worte, die Spannung stiegt und… es passierte nicht. Aber davon ließ er sich nicht unterkriegen und startete direkt noch einen Versuch und tatsächlich das Kind fängt an sich zu winden und zu krampfen. Der Dämon, der sich in der kleinen Erna eingenistet hat, entwich und verschwand direkt in der nächsten Ebene ohne uns viel Beachtung zu schenken. Vielleicht sollte Klick 4 kommerzielle Exorzismen anbieten, wenn sie so unproblematisch verlaufen.

Erna war sichtlich erschöpft und sagte nur, dass sie sich an alles Erlebte erinnere und fiel dann in einen tiefen Schlaf. Wir entschlossen uns den Keller zu verlassen, da ja auch noch unser Kutscher Josef und Ernas Bruder draußen warteten. Oder zumindest hofften wir das…wer weiß schon wie viel Zeit vergangen ist und ob die Welt noch so ist, wie wir sie kannten. Wir trugen die schlafende Erna mit heraus und traten hinaus in die Abenddämmerung. Der alte Karren stand immer noch an Ort und Stelle, jedoch fehlte von Johann und Heinrich jede Spur. Wir entdeckten jedoch menschliche Fußspuren und..seltsam… Fumorenspuren? Vom Fumorenhass angestachelt nimmt Arombolosch direkt die Fährte auf und findet einen Fumor in einem Busch, der sich an der Leiche von Heinrich satt frisst. Rasend vor Wut streckt unser Kampfzwerg den Tiermenschen mit einem Schlag nieder.

Der Anblick des angefressenen Jungen, der nur auf unsere Anweisung draußen auf uns gewartet hat, ist so grausam, dass wir fürchten dem Wahnsinn zu verfallen. Bei weiterer Erkundung der Umgebung fanden wir Kleidungsstücke, die eindeutig Johann dem Kutscher gehörten. Wie kann es sein, dass der Mann plötzlich zu einem Fumor wird? Wurde er verflucht oder sonst etwas? Oder lag es vielleicht an unserer folgenschweren Entscheidung niemanden im Riss zu opfern?

Während die anderen emotional aufgelegt waren und Heinrich beerdigt haben, beschloss ich die Umgebung zu erkunden und fand ein paar wilde Erdbeeren. Nach eingehender Untersuchung erkannte ich, dass kein Fumor darauf gepinkelt hatte und somit hatte ich einen kleinen Snack für Zwischendurch.

Da es bereits dunkel wurde beschlossen wir die Nacht im Keller zu verbringen und sahen, dass sich der Riss nun vollends geschlossen hatte.

17.10.888 (?)

Am nächsten Morgen schnappten wir uns den Karren und fuhren zurück nach Kreuzingen. Vor den Stadtmauern angekommen, hören wir Lärm, das Klirren von Metall auf Metall. Rauchschwaden stehen über der Stadt, da Gebäude teilweise in Flammen standen. Als wir die Stadt betreten sehen wir wie Menschen gegen Tiermenschen kämpften. Die Leichen aus den Straßen türmen sich bereits, es ist ein heilloses Chaos. Wir fragen die hiesige Stadtwache, was denn passiert sein. Plötzlich haben ca. 15 – 20 % der Menschen Krämpfe bekommen und haben sich in Fumore verwandelt, den Inquisitor der Stadt hat es ebenfalls getroffen, da er sich in Form eines riesigen Minotaurus vor uns aufbaute.

Nach einem harten Kampf, besiegten wir den Minotaurus. Um den Menschen zu helfen – und natürlich nicht, um Aromboloschs Verlangen nach Fumorblut zu stillen – durchkämmten wir die Häuser, töteten alles, was nach Tier aussah und plünderten die leerstehenden Häuser. Hier kamen wir auch an Marraschs Haus vorbei. Kyra fand einen hübschen Rubinring, während die anderen die Tagebücher des Mannes durchsuchten. Hier stand beschreiben, wie er das Bild vor etwa einem halben Jahr bei einem Händler erworben hatte. Es gab ihm Anweisungen zu dem Kloster zu fahren, wo wir im Endeffekt im Riss gegen Dämonen gekämpft haben. Das Bild muss definitiv von einem Dämon oder einer unreinen Seele besessen gewesen sein, ein Glück hatten wir es innerhalb des Risses zerstört.

Wir steckten weitere Bücher über die heilige Magarete ein und mit unserem Karren voll Schätzen trafen wir einen menschlichen Inquisitor in der Dreihändigen Axt, um ihm von unserer erfolgreichen Stadtreinigung zu berichten. Als Belohnung gab uns der Inquisitor den Schlüssel der Lichtdämpfung. Dieser soll das Licht in einem Radius von 2 m zu Schatten machen und Schatten zur Dunkelheit. Nettes Ding aber wird es uns auch wirklich nützen? Immerhin hat es eine schöne Gravur „Im Dunkeln ist gut munkeln“.

Nachdem wir den Tag mit Bier ausklingen lassen, verbringen wir die Nacht in der Taverne.

18.10.888 (?)

Da wir immerhin ein Kind von Rembrand Schnellschritt retten konnte, machten wir uns auf den Weg nach Hexton. Somit machten wir auf die Halbtagestour zur Bahnstation auf, 2 Fumore kreuten unseren Weg, die wir ohne großen Aufwand erledigen konnten. Mitten in der Wildnis kamen wir plötzlich an einem reisenden Händler vorbei, der Fanartikel der überaus bekannten Bardin geschwinde Schneiderin anbot. Kyra war direkt in den Bann der hübschen Hemden gezogen und musste das Angebot eingehend studieren. Anschließend ging die Reise recht ereignislos weiter und wir erreichten den Bahnhof, wo wir den Zug nach Weiler nahmen.

20.10.888 (?)

Von Weiler aus mussten wir weiter bis nach Hexton laufen. Hier bot sich uns ein ähnliches Bild wie in Kreuzingen mit vielen Toten, jedoch waren auch hier nur Menschen betroffen.

Wir gingen zum Haus von Rembrand Schnellschritt, wo uns eine Bedienstete öffnete. Sie berichtete uns, dass sich ein anderer Bediensteter in einen Fumor verwandelte und den Hausherren getötet hat. Da Erna die Bedienstete schon ihre ganze Kindheit über kannte, ließen wir sie in ihrer Obhut und kehrten dem Haus den Rücken.

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